Selbstbehauptungstraining

Das Selbstbehauptungstraining an unserer Schule wird von der jeweiligen Klassenlehrkraft und unserer Schulsozialarbeiterin Frau Schuppel in allen Klassen der Jahrgangsstufe 6 durchgeführt.

Das Selbstbehauptungstraining beruht auf
dem Konzept der grenzsetzenden Wertschätzung.

Das Empathieverhalten als etwas Gewinnbringendes zu begreifen, andere und sich selbst als einzigartiges, wertvolles Geschöpf zu erkennen, sind die Aufgaben der ineinander greifenden Übungen.

Dabei ist es unerlässlich, dass auch jeder Klassenverband seine eigenen Maßstäbe hat und haben darf. Grenzsetzungen sowie Wertschätzungen sollen von der Klasse ebenso wie ihre Ressourcen als notwendig, richtig und erstrebenswert kennen gelernt und im besten Fall auch außerhalb des Unterrichts weiter gelebt werden.


Es ist immer wieder erstaunlich, wie wissbegierig Kinder sind, wenn es um Erfahrungen die eigene Person betreffend geht, aber auch das Gegenüber wird als unverwechselbares Individuum gesehen und anerkannt. Die ständigen Herausforderungen, die sich dabei entwickeln und die eigenen Grenzüberschreitungen führen dann zu einem weiteren wichtigen Eckpfeiler: Das „Ich-kann-das“-Prinzip.


An sich zu glauben ist die stärkste Motivation um Veränderungen in seiner eigenen Persönlichkeitsstruktur zu gewährleisten. Die Schüler werden dahin geführt, dass sie sich selbst damit auseinandersetzen, wenn bei ihnen und anderen die Sicherungen durchbrennen. Sie lernen die Vorgänge zu verstehen und auch zu beeinflussen oder gar durch neue, aggressionsfreie Verhaltensweisen zu ersetzen.


Gerade auch der körperliche Kampf, das Gewinnen und Verlieren wird hier am eigenen Körper erlebt und trainiert. Verlieren oder nachgeben als gewinnbringend zu akzeptieren, wird von den Teilnehmern nicht nur angenommen, sondern auch nach kurzer Zeit gefordert.

Man muss die Jugendlichen nicht nur fördern, sondern auch in diesem Rahmen fordern. Spielen und kämpfen ist für sie unerlässlich. Wie wichtig und unerlässlich dabei Regeln sind, wird hier von den Schülern selbst erkannt und umgesetzt. 

Zum weiteren Gelingen des Konzeptes ist aber für die Nachhaltigkeit der erlernten, gewaltfreien Strukturen die Schule selbst verantwortlich und das tut sie, indem sie nicht nur die Rahmenbedingungen festlegt und allen gegenüber konsequent umsetzt. Dazu ist hier die Lehrerpersönlichkeit gefordert, die das alles auch als Vorbild verkörpert und vorlebt.
Deshalb ist für mich die vorhandene soziale Umgangskultur der Schule eine der wichtigsten Voraussetzungen um eine Veränderung zu gewährleisten. So prägt das Konzept die Entwicklung der Schulqualität, der Schul- und Lehrkultur und garantiert die Schulentwicklung als gewaltfreien permanenten Prozess.
Vernetzung mit anderen pädagogischen Präventionsprojekten sorgt für Nachhaltigkeit und stärkt das Sozialverhalten.
 
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